Die nächste große Sache

Eine Weile lag wusste ich nicht, worüber ich schreiben soll. Es soll Stephen King gewesen sein, der meinte: Schreib darüber, was Du kennst.

Ich übernehme diese Idee und will endlich über alles schreiben, was ich bin. Das sind ganz schön viele Labels, wenn man das so sehen will. Eine Menge Fragen, Angst davor, was Leute sagen könnten, die das hier lesen und mich kennen. Vielleicht stellen sie dann fest, dass sie mich nicht kennen.

Das hier wird mein Spielplatz werden, eine Plattform, ein Ratgeber, hoffentlich, an einigen Tagen. Mein Tagebuch, an anderen. Ein Lebenszeichen. Eine Therapie?

Worum soll es gehen? Da sind sehr viele Fragen, die mit diesen Worten, diesen Beschreibungen einhergehen.

Hochbegabung. Keine Erfindung, keine Einbildung. Für mich ist das ganz real, am Anfang stand eine Zahl, von der ich mich nicht definieren lassen wollte und die mich trotzdem nicht loslässt. Wir sind rund 2%, wir sind alle jemand.

Hochsensibilität. Ebenso keine Einbildung, man ist auch nicht verrückt. Man fühlt nur, alles. #nofilter, nur nicht ganz so medienwirksam.

Chronisch krank? Ist es ein Symptom oder was? Eine Bestrafung oder eine Lektion von einem, an den ich nicht glaube? Autoimmunerkrankung. Okay, auch das noch. Könnte schlimmer sein. Oder?

Psycho. Das erste Wort, das mir einfällt. Eine Reaktion auf die Dinge. Meine Reaktion. Und doch nicht der richtige Ausdruck. Depression und Angststörung, man muss die Kinder bei ihren Namen nennen. Im Gegensatz zu Rheuma ist das heilbar. Ich muss nur wollen. Sagt man mir.

Ich bin kein armes Lamm, kein Einzelfall, keine Expertin. Aber diese Sachen, diese Umstände, Zustände, die sind, waren Teil meines Lebens. Einige bleiben, einige gehen. Hoffentlich. Aber da draußen gibt es noch mehr Leute wie mich, die sich nicht oder nur unzureichend repräsentiert fühlen.

Die klug sein sollen, aber keine Wunderkinder sind, die täglich hören „Sei nicht so sensibel!“. Die sich fragen, wie sie in der zu Ende gefotoshoppten Welt bestehen sollen, in der busy geil ist und psycho ein Trend. Die verzweifeln, weil alle an der nächsten großen Sache dran sind, während sie selbst manchmal den Abwasch nicht schaffen.

Du musst nicht hochbegabt sein oder eine Therapie machen, um das zu lesen. Du kannst von mir erwarten, dass ich diesen Blog mit Inhalten zu den oben genannten Themen füllen werde (und ihn dabei noch ein bisschen schöner und praktischer mache). Wenn du eine/n Freund*in hast, dem das hier helfen könnte, empfiehl mich irgendwann mal weiter. Oder schreib‘ mir einen Liebesbrief an michelle@thesorrowsearcher.com.

4 Kommentare zu „Die nächste große Sache

  1. Grins, hab mich in Vielem wiedergefunden. Nein, du bist sicher nicht allein. 😉 ich werde deinem Blog mal folgen, und schauen was du so schreibst.

    Einen schönen Abend wünscht
    Jeraph

    Gefällt 1 Person

      1. So ganz weiss ich glaub ich nicht, dass ich weiss wie du es meinst😇

        Was erwartest du denn, von deinen Lesern, wenn deine Texte gelesen werden? ^^

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      2. Erwarten..vielleicht erstmal nur, dass sie wissen, dass man sich mit solchen Themen beschäftigen darf. Und das man nicht der einzige ist.
        Ich meinte nur, „ich freue mich über Leser“ ist angesichts der Themenwahl fast ein bisschen bitter. Aber genau das Denken will ich bei mir ja auch selbst ändern.

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