Ein Tag voller wunderlicher Ereignisse

Manchmal steht man morgens auf und weiß, dass irgendetwas anders ist. Man weiß nicht genau, was es sein könnte, aber man hat so ein Gefühl.

Besonders anders war wohl heute, dass ich (einfach) gegessen habe. Die letzten Tage habe ich mich sehr intensiv mit mir, meinem Körper- und Hungergefühl beschäftigt.

Ich möchte mich nicht zu sehr in die (Selbst-) Diagnose Essstörung reinsteigern, denn ich denke, man kann Dinge auch noch schlimmer machen, als sie sind.

Nichtsdestotrotz, ich muss mich damit beschäftigen, auf eine möglichst natürliche Art wieder zu mir selbst zurückkommen. Heute ist das in Form von einer Menge Frischkäse und Heidelbeeren (empfehlenswerte Kombination) passiert. Neu war seit langem auch das ungewohnte Gefühl des voll bzw. einfach satt Seins, das ich mir scheinbar lange nicht erlaubt habe.

Die letzte Woche habe ich immer wieder Teile des Buches „The Fuck it Diet“ von Caroline Dooner gelesen, gleichsam eine Abrechnung mit der Gesellschaft, der Diät-Mentalität, aber auch dem klassischen intuitiven Essen. Sehr lesenswert für alle, die restriktiv essen oder gegessen haben und sich fragen, warum sie nicht einfach normal zugreifen können.

Außerdem bin ich über eine Menge organisatorische Sachen gestolpert – ich ziehe wohl im Oktober doch endlich, wie lange erträumt, nach Köln, um dort hoffentlich das Masterstudium des Herzens zu beginnen.

Das hat mich zu einer alten Idee geführt, was meinen zukünftigen Nebenjob angeht. Dabei habe ich festgestellt, wie ich auch bei positivem Stress, der ja nach verschiedenen Quellen soo viel besser sein soll als der böse Distress, total ausrasten kann.

Ich bin der perfekte menschliche Nährboden für die Ausbildung des Workaholismus. Wenn ich etwas nicht gerne mache, finde ich einen Grund, um mich zu verausgaben. Wenn ich etwas liebe, brauche ich nichts zu erfinden, das verkauft sich auch viel besser, schließlich ist’s keine Schande, gerne zu arbeiten.

Wenn man sich aber schnell im Überarbeiten verstrickt, ist es, so glaube ich, am Ende egal, wie man umfällt, bei positivem Stress dauert es dann vielleicht länger.

Dann versuche ich mal, nicht 19 Listen anzulegen und bis tief in die Nacht zu planen. Das Patentrezept dafür suche ich noch.

Also steige ich mit dem richtigen falschen Fuß, mit dem ich wohl heute aufgestanden und zum Frischkäse gelaufen bin, einfach ins Bett. Gute Nacht Welt.

2 Kommentare zu „Ein Tag voller wunderlicher Ereignisse

  1. Hi noch mal ^^

    Ja, dass kenne ich. Sowohl das, „huch ich habe einfach gegessen.“
    Als auch das Gefühl mal komplett satt zu sein. Und sei ehrlich, war es nicht ein total entspannendes schönes Gefühl. Bei mir war es das jedenfalls.

    [ich wollte noch was zu deinem nächsten Beitrag schreiben, da ich aber nicht spammen will schreibe ich es hier hin: etwas, dass ich in meinem Blog oft erwähne ist: Feier ganz bewusst diese kleinen Ereignisse, damit dich ein Rückschritt nicht so hart trifft. Du hast die Möglichkeit, dass dir schwierige Situationen den Boden unter den Füßen wegreißen können. Aber du kannst dich auch sehr über gute Dinge freuen. Dass muss man erst lernen, aber es geht. Und so ist wenn du mal wieder nen Tag ohne Hunger hast, es eben nicht mehr als ein Tag. Offensichtlich kann es morgen anders sein, wie gestern. Iwann wird aus den Tagen vielleicht eher nur Stunden. Also Quintessenz Feiern, und dran denken, dass sich die Situation, dein Gemüt oder dein Hunger ändern können.

    Ach und was du sicher schon weisst, öfter ne Kleinigkeit versuchen zu essen, denn ein leerer Magen gibt kein Hungergefühl, deshalb ist fasten nach den ersten Tagen leichter :)]

    So, das wars jetzt erst mal von mir
    Liebe Grüße
    Jeraph

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    1. Danke für deinen Kommentar 🙂 Da gebe ich dir auf jeden Fall recht, man muss einmal akzeptieren, dass nicht jeder Tag gleich ist, aber sich auch einfach freuen, wenn kleine Dinge klappen. Ich verfalle dann auch gerne in den Modus: Aber ich muss noch Xyz machen und das hat nicht funktioniert. Aber dann trifft es einen, wenn was nicht klappt. Ich übe mich darin auf jeden Fall!

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